• Energiespar-Label für Autoreifen

    Anhang 144807Jeder neu produzierte Reifen muss ab dem 01.07.2012 Energiespar-Label Informationen besitzen. Dieses Label muss in Form eines Aufklebers oder eines Flyers jedem Autoreifen bei Verkauf dem Käufer mitgegeben werden.
    Auf diesem Label sind dann Informationen bzgl. Nassbremsverhalten, Spritverbrauch (Rollwiderstand) und Abrolllautstärke (Vorbeifahrlautstärke) des Autoreifens zu erkennen.
    Angelehnt an das EU-Energie-Label soll es so wie auf der nebenstehenden Grafik aussehen und dem Konsumenten direkt die wichtigsten Infos zur Verfügung stellen.

    Die Aufkleber sollen ein Mindestmaß von 7.5x10cm besitzen und über eine Skala von A (grün) - G (rot) die entsprechenden Energie Zuordnungen aufzeigen. Hierdurch geben sie ganz klar erkennbar Auskunft über die entsprechende Einstufung. So liegen zwischen Spritverbrauch von A - G eine 0,7l/100km höherer Spritverbauch resp. Spritersparniss zu Grunde. Beim Nassbremsverhalten sind es 18m zwischen einem Klasse A Reifen zu einem der mit F gekennzeichnet wurde (Klasse D und G werden nicht belegt). Dies macht eine Restgeschwindigkeit von 40km/h aus.
    „Das Label wird Reifenkäufer dabei unterstützen, eine sachkundige Wahl zu treffen“, ist EU-Parlamentarier Hebert Reul überzeugt.


    • Spätestens zum 30. Oktober 2012 müssen die Reifenhersteller dem Reifenhandel das erforderliche Informations-Material zur Verfügung stellen. Ab dann muss jeder neue Pkw- und Lkw-Reifen, der seit dem 01. Juli 2012 gefertigt wurde, einen Label-Aufkleber auf der Lauffläche tragen oder mit einem Flyer ausgeliefert werden, auf dem das Label zu sehen ist. Freiwillig aber bereits ab dem 01.06.2012.


    • Ab dem 01. November müssen in allen Produktwerbungen (Web, Printmedien usw.) diese Angaben zu den Reifen mit angeben


    • Ab dem 01. November 2012 muss der Reifenhandel in seinen Verkaufsstellen seine Kunden über die Inhalte des Reifenlabels informieren. In den Verkaufsräumen müssen jene Reifen, die seit dem 01. Juli 2012 produziert wurden, mit einem Reifenlabel gekennzeichnet sein.


    • Wenn Mitarbeiter des Reifenhandels in Beratungsgesprächen Reifen empfehlen, müssen sie die Kunden auf die Label-Werte dieser Reifen hinweisen.


    • Nach dem Reifenkauf muss der Reifenhändler dem Kunden die Label-Daten des gekauften Reifens zur Verfügung stellen. Dazu kann er die Daten auf die Rechnung drucken oder dem Kunden den Info-Flyer des Herstellers mitgeben.


    Quellen:
    www.focus.de
    www.schneider-battenberg.de
    www.express.de
    www.reifendirekt.de
    Kommentare 11 Kommentare
    1. Avatar von DueSi
      DueSi -
      Erinnert ein wenig an Waschmaschinen und andere HH-Geräte.
      Aber für "unwissende" und "nicht-Fachleute" sicher eine gute Sache.
    1. Avatar von RSK
      RSK -
      Kritikpunkt 1
      Die Reifenhersteller bewerten ihre Reifen selbst.

      Ist denn sichergestellt, daß zumindest Stichprobenweise Kontrollen der Werte gemacht werden ?


      Kritikpunkt 2
      Spritersparnis in Bezug worauf ?
      Welcher Reifen wird als Vergleichsreifen genommen ?
      Bei den großen Untreschieden, dei der ADAC bei seinen Reifentests schon innerhalb einer Marke bei unterschiedlichen Breiten der Laufflächen feststellt, stellt sich schon die Frage nach dem Referenzreifen.

      Außerdem, Sprit sparen fängt nicht mit dem Reifen, sondern im Kopf an.
      Vorausschauend fahren, nur ab und zu mal (weils so nen Spaß macht) Vollgas, im optimalen Drehzahlbereich fahren, usw.
      Außerdem, Reifendruck erhöhen. 0,2 - 0,4 Bar mehr sind unkritisch und sparen Sprit.

      (Und so ganz nebenbei seh ich schon die armen Reifenhändler, die den verärgerten Kunden erklären müssen, warum der "A" Reifen jetzt nicht die Superersparnis beim Verbrauch bringt. -Wo der Fahrer sich doch so anstrengt beim Spritsparen)


      Kritikpunkt 3
      Reifen als schlecht zu markern, die bei Nässe nicht genug Grip aufbauen, ist sicher richtig.
      Ich möchte auch nicht mit einem Reifen fahren, der schlechte Werte bei Näße hat.

      Aber so ein Reifen soll vielen Anforderungen genügen. (Langlebigkeit, Laufruhe, Kurvenstabilität, Grip bei Nässe und Trockenheit, Wasserverdrängung -hier in Bezug auf Aquaplaning usw.)
      Da nur zwei Werte herauszugreifen, sagt nichts darüber aus, ob der Reifen gut oder schlecht ist.
      Ist also fraglich, ob das Label wirklich eine Kaufhilfe ist.

      Keine Kritik in Bezug auf den dritten Wert, die Abrolllautstärke.
      Die wird sicher vom Fahrer oft zu wenig beachtet, da man im Auto nicht so viel von dem Lärm mitbekommt.
      Außerdem, das Abrollgeräusch ist objektiv feststellbar.
      Bei gleichem Straßenbelag und gleicher Geschwindigkeit ist das Meßergebnis für jeden Reifen gleich zu ermitteln. (Wenn da nicht an Radkästen, Reifendruck usw. gebastelt wird. Aber da kann der Gesetzgeber ja Vorgaben machen. Vielleicht kann man ja so einen Reifen auch unmontiert -also nur auf Felge- auf einem Prüfstand messen.)


      Also, alles in allem wohl wieder ein Stück mehr Bürokratie ohne wirklichen Nutzen.
    1. Avatar von Rotlicht
      Rotlicht -
      Testverfahren für das Energielabel:

      http://www.bfe.admin.ch/energieetike...x.html?lang=de

      Hierzu die Regelung 117 der europäischen Wirtschaftunion zu den Reifentestvorgaben

      http://eu.vlex.com/vid/117-wirtschaf...-chen-42138576

      Wie man oben herauslesen kann, werden die Testreifen von unabhängigen Personen geprüft und nicht durch die Reifenhersteller.

      Die gemeinsamen Tests von TCS, ADAC (Allgemeiner Deutscher Automobilclub) und ÖAMTC (Österreichischer Automobil-, Motorrad und Touring Club) decken Schwächen der Produkte schonungslos auf. Ein Reifentest dauert insgesamt rund 14 Monate und wird von einem zehnköpfigen Testteam durchgeführt. Pro Test werden ca. 1'500 Reifen auf dem freien Markt gekauft. Die Kosten für einen kompletten Reifentest belaufen sich auf rund CHF 750'000.-. Meist werden Markenreifen mit grosser Marktbedeutung auf den Märkten der Testpartner ausgewählt und geprüft. Alle Reifen werden nach sicherheits- und umweltrelevanten Kriterien untersucht.
      Greetz
    1. Avatar von RSK
      RSK -
      Ich bitte um Vergebung wegen meines Mißtrauens.
      Aber ich glaube hinsichtlich der Regelungswut der Politik auf der einen Seite und den Kotaus gegenüber den Produktionsfirmen (siehe Tests von Medikamenten durch Pharmaunternehmen) so schnell nichts mehr.

      Gilt die Regelung denn gerade für diese Tests mit dem Energielabel ?

      Und wenn ja; wieso müssen die Reifen denn bezahlt werden ? Stichprobenweise kostenlose Entnahme wäre doch wohl angesagt.

      Gruß, Roland
    1. Avatar von samael
      samael -
      wenn das von einer unabhängigen Organisation durchgezogen wird finde ich es gut., ich schaue schon immer mit auf den Rollwiderstand und Abrollgeräusch, wenn die Fahreigenschaften aber Müll ist scheidet der Reifen aus. Ich sehe nach den ersten 3-4 Top Kandidaten in den entscheidenen Disziplinen Handling, Bremsen trocken, Nass, Aquaplaning, Grip usw. Und aus diesen kann man dann einen mit den niedrigsten Verbrauch wählen. Ein reifen mit extrem guten Verbrauch aber bescheidenen Brems und Fahreigenschaften würde ich nie wählen und wohl auch kein anderer.
    1. Avatar von hexx
      hexx -
      Also wenn die Reifenhersteller Ihre Reifen selbst bewerten, dann ist dieses Kühlschranklabel so hilfreich wie ein Kropf :/
    1. Avatar von samael
      samael -
      ist doch noch gar nicht raus, zudem machen der ADAC und viele Zeitschriften Testst wo diese Werte ebenso enthalten sind.
    1. Avatar von A4nutzer
      A4nutzer -
      Und wie sieht es mit der Herstellung des Energiespar-Label aus?

      das gibt es wohl für umsonst oder wie viel verbrauchen die Druckmaschinen dafür?

      Hier Schmeißt man mit dem Schinken nach der Wurst!
    1. Avatar von V6Chris
      V6Chris -
      Die Label sind schon auf den Aufkleber die auf den Reifen kleben. Doch sieht die keiner da sie der Monteur beim Wuchten abreißt
    1. Avatar von Es Racing
      Es Racing -
      Ist doch relativ unwichtig. Man ließt sowieso Testbereichte bevor man sich einen Reifen kauft. Und wer sich halt nicht darüber informiert was er kauft, ist selbst schuld.
    1. Avatar von samael
      samael -