PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 8D/B5 Haltbarkeit/Laufleistung...abstoßen oder behalten?



mr. mindfunk
10.03.2019, 14:41
Heyhey...

...als stiller Mitleser, der ich sonst eher bin hat mir die Suchfunktion hier meißtens gut genug geholfen, jetzt steh ich aber vor einen Grundsatzentscheidung und bin über jeden guten Rat dankbar...

Im Moment überlege ich: Soll ich mein Auto verkaufen, nochmal durch den Tüff bringen (07.2019) und fahren bis tot oder zumindest zum nächstfolgenden Tüff (also 2021)...

Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Motor, der Kupplung und dem ganzen Drumrum, was Haltbarkeit, Laufleistung etc. angeht? Was glaubt Ihr könnte demnächst noch Probleme machen oder dem Zahn der Zeit/Laufleistung den Tribut zollen? Und wie würdet Ihr entscheiden oder habt schonmal entschieden in so einem Fall?

Zum Fahrzeug:

Es handelt sich um einen B5 Bj. 97, 125PS ADR mit LPG, manuellem Getriebe, Frontkratzer und 339tkm. Monatliche Fahrleistung derzeit knapp 4tkm(!!). Für den Tüff müssen auf jeden Fall die Hinterachslager neu und Fehler ausgelesen werden (Airbagleuchte=Sitzkontaktschalterstecker...bekanntes Problem...) und der ESD bläst neben dem Endrohr raus (klingt gut, bringt aber nur Leistungsverlust). Innerhalb der letzten anderthalb Jahre sind neu gekommen: diverse Faltenbälge an den Antriebswellen, Zahnriemen, Querlenkersatz komplett, MSD, Stoßdämpfer vorne und die Ventildeckeldichtung (seitdem nur noch Ölfeucht, kein nennenswerter Verlust an Öl und Kühlmittel)...Kupplung wurde bei 150tkm gemacht (vom Vorvorbesitzer, keine Ahnung warum, find ich sehr früh aber ist damit auch wieder 190tkm her)...Stoßdämpfer hinten und Bremsen sind auch noch fit (weil schonmal gemacht, nicht noch original), Rost hatter keinen, dafür ein verballertes Blechkleid, weil einmal ich nicht fahren konnte, einmal ein Kollege nicht fahren konnte und mehrmals beim Be-und Entladen des Dachgepäckträgers was schief gegangen ist (das ist zwar nicht schlimm aber hässlich)...

Avierfan
10.03.2019, 17:54
Ich hatte bis Anfang des Jahres diesen Wagen.
Wollte ihn auch noch zig Jahre fahren, deshalb investiert Querlenker, neue Bremsen etc.
Leider fuhr jemand rein – Totalschaden.

Was den ADR-Motor angeht, ich war sehr zufrieden damit. Kaum Ölverbrauch.
Er ließ sich sehr sparsam fahren, auf der AB sehr entspanntes Fahren.

Nachdem was du so investiert hast, würde ich den Wagen weiterfahren.
Ich finde es ist ein tolles Auto, trotz des Alters.
Vielleicht noch einen zweiten als Backup für Teile kaufen !

mr. mindfunk
10.03.2019, 23:45
....der Vollständigkeit halber, weil es mir noch eingefallen ist: Lenkgetriebe ist auch schon getauscht...

Ja, da is über die Zeit schon viel reingegangen, hab nur Sorge dass das nicht aufhört, ein Ausfall ist immer stressig und Platz für nen Zweitwagen fehlt leider...🙄

Cordi
11.03.2019, 07:15
Dir kann keiner einen zuverlässigen Rat geben... Es kann doch immer was kaputt gehen - davor bewahrt dich aber auch kein neuerer Wagen.
Ich selbst habe eine ähnliche Situation wie du sie hast: Ich fahre ca. 6.000km/ Monat, nutze dafür einen 99er Octavia TDi, derzeit knapp 420tkm. Billiger als mit diesen alten Autos kann man nicht fahren.
Bei mir ist natürlich auch immer irgendwas zu machen, völlig klar bei der Gesamtlaufleistung und der monatlichen Belastung. So lange er nicht mit außerplanmäßigen Ausfällen nervt, werde ich ihn weiter fahren. Zuverlässiger sind die neueren Autos auf keinen Fall. Aber alles ist teurer. Ersatzteile, Stundenlöhne, Spritverbrauch etc.

mr. mindfunk
11.03.2019, 07:48
Naja, ein "neues Auto" ist für mich eh ein Auto bis Bj. 2000 mit wenig km...im Moment im Focus ein B5 mit 2.8l uns Quattro oder ein Volvo 940.

superbraz
11.03.2019, 08:40
stand vor der gleichen wahl...
getriebeschaden multitronic bei meinem b6, bj 03 mit 211tkm auf der uhr...
hab letztendlich 2,5k investiert und er rollt wieder...für das geld wär es kein neuerer mit weniger problemen geworden.

Frisky
11.03.2019, 12:51
Meine Meinung:
Der ADR hält durch. Auch auf LPG.
Allerdings Kupplung und Lenkgetriebe in relativ frühen Jahren spricht für Montagsauto?
Das Andere genannte sind Verschleißteile, die in der nächsten Zeit auch wieder kommen (bei jedem Auto).



Im Moment überlege ich: Soll ich mein Auto verkaufen, nochmal durch den Tüff bringen (07.2019) und fahren bis tot oder zumindest zum nächstfolgenden Tüff (also 2021)...
Verkaufen wird ne Nullnummer.
Was fürs weiterfahren spricht: Bezahltes Auto, geringe Betriebskosten/km, Teile kosten nix wenn du selbst Hand anlegen kannst.
Für was neues würde sprechen: Zeit ist reif, TDI`s sind günstig, Geld kostet nix für was wirklich neuem.


Naja, ein "neues Auto" ist für mich eh ein Auto bis Bj. 2000 mit wenig km...im Moment im Focus ein B5 mit 2.8l uns Quattro oder ein Volvo 940.
ist keine Alternative zur gestellten Frage.

mr. mindfunk
11.03.2019, 17:52
Der allgemeine Konsens klingt ja schon nach behalten weil zuverlässig...ein riesen Plus ist natürlich das ich den Hobel kenn und weiß was da die letzten 170tkm mit passiert ist...also wohl doch nach ner Abstellmöglichkeit suchen und nen BackUpWagen holen für wenn der B5 in Reperatur ist...

...hm...

Vielen Dank schonmal für die Beiträge bisher. 👍

mischel
11.03.2019, 19:56
Hi,

wenn Du mit dem Auto zufrieden bist, warum weggeben? Für das Geld, das Du noch an Teilen und Arbeit (zählt ja eh nicht...) investieren mußt, um die nächsten Jahre weiterfahren zu können, bekommst Du sicherlich kein gleichwertiges Fahrzeug! Die Fahrzeuge sind so langlebig, daß da ja wohl höchstwahrscheinlich bei überlegter Fahrweise keine größeren Überraschungen auftauchen. Höchstwahrscheinlich...

Ich selbst habe einen B5 TDI mit AFN-Motor, 4-Gang-Automatik und gut 385000km. Optimal das Auto. Da denke ich gar nicht ans weggeben...

Servus
der Michael

BaldmitH
12.03.2019, 08:55
Wenn Du halbwegs emotionslos zu Deinem Audi stehst und beispielsweise ein Dacia als Alternative ebenso ok wäre, dann ist es ne ganz banale Wette.
Du pokerst, dass Du mit Betrag "X" pro Jahr an Reparaturaufwand hinkommst.
"X" liegt bei Selbstschraubern vielleicht bei 500, Arbeitmitbezahler kalkulieren besser 1000. (Das ist so meine Erfahrung.)
Gewinnst Du, liegst Du unter X, verlierst Du, verdoppelt sich X gerne mal. So weit so banal.

Hinzu(!!) kommt jedoch die Unsicherheit (Liegen bleiben), der Heckmeck während der Reparaturen und dass "X" jedes Jahr definitiv größer wird.
Dass man in einem Dacia für 10 Mille nun so viel schlechter fährt als in einem 20 Jahre alten B5, glaube ich nicht. Und nach 5 Jahren ist bei dem jetzigen B5 sicher genauso Schluss wie bei nem neuen Plastikauto. Als Probemlöser (...von A nach B...) ist unser Schätzchen zunehmend ungeeignet.
(Ich bin nicht an Dacia provisionsbeteiligt und finde die selber sch...)

mischel
12.03.2019, 09:25
...
Dass man in einem Dacia für 10 Mille nun so viel schlechter fährt als in einem 20 Jahre alten B5, glaube ich nicht...
...
Als Probemlöser (...von A nach B...) ist unser Schätzchen zunehmend ungeeignet.


Hi,
was hast Du für Erfahrungen mit einem B5 gemacht, daß Du sowas schreibst...

Da kann ich mit meinem Exemplar ob Deines Postings nur völlig verständnislos mit dem Kopf schütteln! Es gibt sicher noch deutlichere Worte dafür, aber die erspare ich dem werten Leser.


Servus
der Michael

BaldmitH
12.03.2019, 18:00
Hi,
was hast Du für Erfahrungen mit einem B5 gemacht, daß Du sowas schreibst...

Da kann ich mit meinem Exemplar ob Deines Postings nur völlig verständnislos mit dem Kopf schütteln! Es gibt sicher noch deutlichere Worte dafür, aber die erspare ich dem werten Leser.


Servus
der Michael
Lies Dich im Forum ein. Lebe damit, dass es andere als Deine Meinung gibt. Und freue Dich, dass unsere B5 so halbwegs passabel die 20 Jahre geschafft haben. Irgendwann, vermutlich nicht mehr allzu weit weg, ist eben Schluss. Ob Dir (und mir) das passt oder nicht.
Der Threadstarter hat generelle Meinungen abgefragt. Die hat er bekommen. Da musst Du schon aushalten, dass Deine Jubelprosa nicht alleine steht.

mischel
12.03.2019, 21:20
Hast wohl Probleme mit Meinungen, die nicht in Dein Schema passen...

mr. mindfunk
17.03.2019, 12:03
So. Langsam kommen hier die üblichen Forenemotionen hoch, das muss nicht sein.

Hab mir alles in Ruhe durchgelesen, reflektiert und könnte auf den ein oder anderen Punkt auch noch eingehen, das lass ich aber.

De Facto habt Ihr mir viel geholfen, bei meiner Entscheidungsfindung und dafür sag ich schonmal danke.
Für interessierte: Meine Entscheidung entspricht quasi der aus meinem letzten Beitrag, ich zieh den Wagen nochmal durch den Tüff und fahr den Wagen bis zumindest kurz vor Exitus. Allerdings werd ich mir noch ne Zweitkarre zulegen für den Fall das mit dem Daily A4 was ist und ich trotzdem mobil bleiben muss (muss ich per se immer). Was für ne Zweitkarre das wird weiß ich noch nicht, erstmal brauch ich einen Platz um die zu parken an dem man auch ein wenig schrauben darf. Das ist nicht einfach in meiner Gegend aber evtl...naja, schauen wir mal.

Wer in Oldenburg, Niedersachsen Platz für nen Schrauber mit ner Karre hat, entweder in Form einer großen Garage mit Ström oder in Form einer Hallenschraubercomunitybeteiligung darf sich gern bei mir melden.

Ansonsten kann das Thema zu.

Nochmal vielen Dank.:daumen:

superbraz
18.03.2019, 10:13
und dann zahlst du doppelt versicherung / steuern ... nur für den fall X?

The Black Cat
18.03.2019, 10:42
Die Idee mit Zweitwagen auf Lager stellen in unklug.

Entweder fährst du regelmäßig beide Fahrzeuge jeweils im Wochenwechsel oder der Zweitwagen versagt immer grad dann den Dienst wenn du ihn als Ersatz brauchst. Wirtschaftlich gesehen ist es da noch besser das Auto direkt in eine Werkstatt zu geben und ein Leihwagen zu mieten für die 1-2 Tage. Wie das Auto optisch ausschaut ist final doch egal solange die Technik gepflegt ist. Ein sauberes Auto fährt nicht besser als ein altes zerbeultes, es sieht nur besser aus.

Ich selbst hab noch ein Cabrio als Zweitwagen was im Winter steht und im Sommer einmal ein Tank pro Monat bekommt. Wenn an meinem Diesel was dran ist ( bin Selbstschrauberin ) hab ich letztes Jahr mehrfach mein Freund fragen müssen ob ich sein S4 bekomme weil das Cabrio genau zum selben Zeitraum am rumzicken war.